30.07.2021 Gränna

Etwas unpünktlich – also wie gewohnt – starteten wir nach großer Packerei und Dusche vom Campingplatz in Richtung Gränna.

Das beschauliche Örtchen liegt an der Ostküste von Schwedens zweitgrößtem See und wurde als Zuckerstangenstadt und Stadt der Ballonfahrt weltberühmt. Nach entspannter Fahrt Richtung Süden zeigte sich die Parkplatzsuche auf Grund der Touristenmenge etwas weniger entspannt; wir fanden zuletzt jedoch ein Plätzchen direkt im Fährhafen.

   

Mit Regensachen ausgestattet folgten wir den Massen in das kleine Stadtzentrum, in welchem sich ein Süßigkeitenladen an den nächsten reiht. Das reinste Schlaraffenland! Wir führten Sozialstudien durch (mit sofortiger Auswertung), sahen dem Spiel Möwen vs. Krähen auf dem hiesigen Fußballplatz zu, beobachteten kurze Zeit die Herstellung der Zuckerstangen, bevor wir uns letztendlich selber (natürlich gegen Bezahlung!) die Taschen füllten.

      

      

Einige Kilometer nördlich hatten wir auf der Satellitenkarte einer berühmten Kartenapp einen Stellplatz direkt am See erspäht und richteten uns dort für die Nacht ein. Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass das Wetter an diesem Tag seine Späße mit uns zu treiben schien: kaum hatten wir den Rastplatztisch gedeckt, goss es wieder. Wir verlagerten das Abendbrot in den Wohnwagen und sahen während des Essens die Sonne hervorkommen. Auf der Karte war ein kleiner Strand nur wenige Schritte einen verwachsenen Weg hinunter zum Seeufer erkennbar gewesen und ich hatte das dringende Bedürfnis nach Bewegung. Als Anni im Bett war, machte ich mich auf die Suche nach besagtem Strand und kaum aus dem Staunen und dümmlich Grinsen nicht heraus. So ein traumhafter Ort! Der Steinstrand lag in einer einsamen Bucht umrahmt von hohen Felsen. Die großen runden Steine wurden von tosenden Wellen aus glasklarem Wasser überspült, während die Sonne tief am plötzlich strahlend blauem Himmel stand. Einige Minuten später kam Linnea dazu und auch sie war fasziniert von dem Fleckchen. Gemeinsam testeten wir die Wassertemperatur, um dann mit komplett nassen Klamotten den Rückweg anzutreten. Jan wurde genötigt, sich selbst ein Bild vom Strand zu verschaffen und Lina schnappte sich überglücklich den Badeanzug…

   

 Fazit des Tages:

  • Die unbekannten Fleckchen Erde sind manchmal die schönsten
  • Steht die Anzahl der Zahnärzte der Stadt im Verhältnis zum Süßwarenangebot?
  • Die Schweden haben offenbar Lieferschwierigkeiten bei Stillem Wasser (regelmäßig überall ausverkauft. Kein Witz.)

Etappenstart: 11.45 Uhr in Ekudden-Mariestad (Campingplatz Ekudden-Mariestad)

Etappenende: 19.00 Uhr in Rastplats Stava Stenstranden

Etappenstrecke: 175 km

Das gab`s zum Mittag: leckere Beutelsuppe

Schlafenszeit: 23.00 Uhr

Wetter: wechselhaft bei 20 Grad

 

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