Tag 10 Ab ans Meer!

Nach einem ausgedehnten Frühstück rollten wir um 10 aus Tänno und direkt 20min später auf den Parkplatz von Laganland – einem Elchpark. Natürlich, wie sollte es anders sein, führte der Eintritt durch einen riesigen Souvenirshop (und ich meine Supermarktgröße), und die erste Herausforderung des Tages bestand darin, überhaupt erstmal den Weg bis zum Außengehege zu schaffen. Zwischendurch war Linchen jedoch im 7.Himmel, als wir das Geschirrsortiment mit den kleinen zarten Moosglöckchen entdeckten (Linnaea borealis; Namensgeber).

   

Draussen sahen wir zunächst…nichts. Die Futterzeit war bereits vorbei und wir etwas bedrückt: in Häufchen lagen lange Birkenzweige vor dem Gehege, welche man sich nehmen und verfüttern durfte. Doch dann kam langsam eine Elchkuh angetrottet und schien ziemlich hungrig. Durch den Zaun lies sie sich sogar streicheln. Die Mädels waren entzückt! Ein Elchbulle gesellte sich dazu und wurde gleichermaßen gemästet. Einige Meter weiter auf der anderen Seite des Geheges entdeckten wir dann den Rest der Bande faul im hohen Gras liegend.

      

Im kleinen Museum lernten wir noch einige Fakten zu den Tierchen. Neu war definitiv, dass sie jedes Jahr ihr Geweih abwerfen, welches natürlich eine beliebte Trophäe ist. Das Alter lässt sich übrigens nicht an der Anzahl der Geweihfinger erkennen. Man lernt nie aus…

Zum Abschuss wurden die örtlichen Spielgeräte etwas gequält und dann der Hunger mit Snabbmakaroner und Falukorv gestillt (Selbstverständlich frisch im Wohnwagen gekocht; man ist ja so herrlich flex…. Ich erwähnte es.). Das absolute Highlight war jedoch eindeutig der LKW-Fahrer, der mitten (MITTEN!!!) auf dem riesengroßen Parkplatzgelände seinen LKW abstellte, um dann davor mit Kuhfuß und Hantel seine Muskeln zu stählen. Wir mussten das einfach filmen.

Die folgende zweistündige Etappe brachte uns nach Kristianstad an die Südküste und endlich wieder ans Meer. Wir richteten uns kurz auf dem Campingplatz ein, vernahmen glücklich, dass Waschmaschinen zur Verfügung stünden und bereiteten ein Nachmittagspicknick am wenige Meter entfernten Strand vor. Das Wetter war schön. Der Strand war schön. Und der Blåbärspaj von Frödinge erst… Zu unserer Belustigung schien eine junge Dame wenig Sympathie für die zahlreichen Möwen zu empfinden und da mussten uns doch leider ein paar Kekskrümel aus der Hand fallen. Upsi. Nach dem Essen wurde geplanscht, gekleckert, gebaut und die Sonne genossen, während sich der Strand langsam leerte.

   

Eine ausgiebige Dusche, Grillerchen und ein Kampf mit der Waschmaschine beendeten den Abend.

   

Fazit des Tages:

  • Dieselpreise unterscheiden sich praktisch nicht von Benzinpreisen.
  • Im Süden isses schon irgendwie wärmer…
  • Auf schwedischen Campingplätzen scheinen regelmäßig Familientreffen stattzufinden
  • Waschmaschine!!!
  • Mit Möwen kann man andere Leute ärgern
  • Schwedische Friedhöfe sind schöner
  • Schlaghosen sind hier der letzte Schrei
  • Endlich wieder eine Hüpfburg!
  • Das schwedische Geld wurde reformiert.

 

Etappenstart: 10.00 Uhr in Tännö

Etappenende: 15.00 Uhr Ahus-Kristianstad

Etappenstrecke: 166 km

Das gab`s zum Mittag: Snabbmakaroner und Falukorv

Schlafenszeit: 21.30 Uhr durch Linas Hilfe

Wetter: wechselhaft bei 22 Grad mit stellenweise Regen

  

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