Tag 5 Auf der Durchreise

Nach dem Frühstück genossen wir nochmal eine ausgiebige Dusche, wohlwissend, dass wir an diesem Tag nicht mehr die Gelegenheit bekommen würden. Wir hatten uns vorgenommen, auf der Durchreise nach Liverpool bei Birmingham zu campen. Die Buchung eines Stellplatzes war nicht mehr möglich, also suchten wir uns via Googlemaps / Satelitenaufnahmen einen öffentlichen Parkplatz mitten in der Prärie und wurden fündig.
Das Zusammenpacken benötigte tatsächlich eine Stunde, bis alle Klamotten sortiert, das Vorzelt eingeräumt, alle Behälter entleert und Leitungen gekappt waren.
In Oxford, 53 Meilen später, fanden wir unseren nächsten Haltepunkt und stärkten uns kurz für den Ausflug in die Stadt. Wir parkten direkt am weitläufigen Gelände der Oxford-University, an einer offenbar Hunderte von Jahren alten Mauer.

Ich kam beim Rucksack packen mit zwei Engländern ins Gespräch, die stehengeblieben und ganz begeistert von „Knausi“ waren; mir erzählten, dass sie ebenfalls einen alten Wohnwagen besäßen, welchen sie gern umbauen würden. Ein Doppelstockbett wöllten sie auch einbauen – also wagten sie sogar einen neugierigen Blick ins Innere. Eine nette Begegnung!

Unser Weg führte uns zunächst in den großen Oxford University Park, einer Mischung aus Großer Garten und Forstbotanischer Garten Tharandt, jedoch mit dem typisch englischen Rasen. Die Mädels waren von einer Babyente und deren Mama im angrenzenden Fluss kaum wegzubekommen, die wir von einem kleinen Zweijährigen - im british english erstmal als Hund vermutet (Ducks klingt hier einfach wie Dogs) - angekündigt bekommen hatten. Seine Mutter hatte ebenfalls ihre liebe Mühe, das Kind wegzulocken. Selbst das Keksargument zog nicht.

Anschliessend schlenderten wir durch die Stadt und suchten die Christ Church, den Drehort der großen Halle (HP-Fans, ihr wisst Bescheid ;)). Und ganz egal, wohin wir auch liefen, überall war das Stadtbild geprägt von uralten imposanten Gebäuden mit einer Architektur so beeindruckend, dass man sie selbst erlebt haben muss! Städte kennt man für gewöhnlich mit einem historischen Stadtkern und den anderen, eher weniger hübschen Teilen. In Oxford aber scheint die halbe Stadt auszusehen wie aus einem hochbudgetierten Mittelalterfilm. Die Christ Church war auf Grund, dreimal dürft ihr raten: -Covid- geschlossen. Jedoch entschädigte deren Garten – denn das Gärtnern haben die Briten einfach drauf!

Ein kurzer Einkauf sicherte uns das Abendbrot, dass wir pünktlich 18.00Uhr Ortszeit auf besagtem Parkplatz in der Prärie, kurz unterhalb von Birmingham auf dem Wohnwagentisch stehen hatten.

Fazit des Tages
- 6-spurige Autobahnen sind...angsteinflößend
- Britische Funkstreifenwagen haben sogar Blinker-Blaulicht. Die Zivilen auch. Ziemlich cool.
- erstaunlich viele Briten sprechen ein paar Brocken Deutsch.
- Frauen tragen genau zwei Arten von Schuhen: Turnschuh oder Stiefeletten. Sandalen scheinen hier kaum bis gar nicht zu existieren.
- Benjamin Blümchen ist weg! Aber Biene Maja tut`s zum Glück auch.
- Briten verhängen gern ihre Fenster – zur Not auch mit Zeitungen oder blauen Müllsäcken
- Oxford ist traumhaft!

Parkbeginn in Oxford: 12.16Uhr
Parkende: 14.16Uhr
Tatsächliches Parkende: 15.30Uhr
Etappenstrecke: 116 Mls
Schlafenszeit: Reden wir nicht drüber. Aber es gab Cookies – wirkt wie Ben&Jerrys.

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