Tag 12 Vom Parkplatzwahnsinn


Eigentlich wollten wir uns auf der Durchreise heute Cambridge anschauen. Aber es kam völlig anders als gedacht. Für diese Nacht hatten wir keinen Stellplatz und suchten damit einen öffentlichen Parkplatz. Leichter gesagt als getan: zunächst hielten wir an einem großen Einkaufszentrum. Da dort jedoch per Kameraüberwachung sichergestellt wird, dass eine Parkdauer von 4 Stunden nicht überschritten wird, wurde nur kurz der traurige Kühlschrank wieder aufgefüllt. Dann suchten wir auf der Karte einen kleinen See mit einem angrenzenden Parkplatz und freuten uns, nur 10 Minuten umsetzen zu müssen.

Denkste! Dank diverser closed Roads wegen Bauarbeiten durften wir erstmal Stau geniessen. Dann führte uns die Route kreuz und quer - und wiedereinmal konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Briten ihre engen Straßen lieben! Das Highlight folgte in Form einer Straße, deren Fahrbahnen  am Ende durch eine Eisentorschikane verengt waren. Als sich zeigte, dass wir als Gespann (schon mittendrin...) nicht durchpassen würden, koppelten wir Knausi ab, um eben zu schieben. Hinter uns stauten sich die Fahrzeuge - sowas macht gar keinen Druck. Und schon eilte uns der erste zur Hilfe... Und der nächste folgte, der mir während des Manövrierens sofort erzählte, dass sein Kumpel aus Leipzig erst kürzlich zu Besuch gewesen sei. So lernt man auch Leute kennen.

Wir waren uns sicher, dass es nich schlimmer kommen könnte. Und landeten in einer Sackgasse. Da diese seitlich abfiel, mussten wir erneut abkoppeln, um den Wohnwagen auf der Stelle zu drehen. Eine Schwelle auf der Straße verhinderte zudem ein Zurücksetzen (ja, auch diese Dinger sind hier beliebt!). Und als wäre das nicht schon genug gewesen, kam genau in dieser Zeit ein großer LKW, der uns den Weg versperrte. Mit dem Fahrer musste eine Taktik entwickelt werden, wie wir die Fahrzeuge aneinander vorbei bekommen. Wir fuhren an den Stadtrand und fanden endlich einen park&ride, der auch nich kostenlos sein sollte! Wir konnten unser Glück kaum fassen, bis... wir in der Zufahrt die 2,20m Höhenbeschränkung sahen.

Das Ende vom Lied: nun stehen wir in einem Vorort von Cambridge. Die (Tor) Tour hatte diverse Schränke im Wohnwagen geleert, weshalb es zum Abendessen Rührei gab. Sag nochmal einer, wir würden nicht versuchen, das Beste aus allem zu machen!

Etappenstart: 11:00
Etappenende: 16:00
Etappenstrecke: 124 Mls

Schlafenszeit... keine Ahnung das Krümel hatte andere Pläne und wir keinen Alkohol mehr...

 

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